Credits
Video von cottonbro von Pexels
Sequenzen von Pixabay
Quellen: "Life Cycle Assessment of Supermarket Carrier Bags"
Dr. Chris Edwards, Jonna Meyhoff Fry
Environment Agency 2011
https://assets.publishing.service.gov...
Stand: 04.06.2020
"Ökobilanz von Tragetaschen"
Roland Hischier
Technology & Society Lab EMPA, St. Gallen 2014
https://www.empa.ch/documents/56122/4...
Stand: 04.06.2020
Vorläufiges Skript
In Zeiten der Corona-Krise ist das Einkaufen für viele Menschen der einzige Grund das Haus zu verlassen. Eine der wenigen Freiheiten, die ihnen gestattet wird.
Szene vorm Supermarkt, verschiedene Einkaufsbehälter
Die erste Möglichkeit ist die Plastiktüte: sie ist günstig, platzsparend und ziemlich reißfest, manchmal stabiler als einem lieb ist.
Handgelenke
Sie hat nur leider diesen faden Beigeschmack, dass der Verbrauch von Plastik doch reduziert werden soll.
Denn das haben 2014 die Botschafter der 28 EU-Ländern beschlossen. Nur noch vierzig Einwegplastiktüten pro Kopf und Jahr bis Ende 2025.
Doch dazu eine wichtige Spezifikation: "Es geht um die leichten Plastiktüten, die vor allem in Süd- und Osteuropa kostenlos an Supermarktkassen ausliegen, häufig nur einmal verwendet und danach weggeworfen werden - und so zum Plastikmüllberg beitragen.
In Deutschland findet man diese dünnen Plastiktüten zum Teil in Drogeriemärkten und Kaufhäusern. Hauchdünne Beutel, um Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch einzupacken, sind nicht betroffen. Auch nicht stabile Plastiktüten, die mehrfach verwendet werden können." ("40 Plastiktüten pro Person und Jahr", Von Karin Bensch, WDR-Hörfunkstudio Brüssel, https://www.tagesschau.de/ausland/plastiktueten-105.html, Stand: 06.05.2020)
Deswegen steigen viele Menschen auf Papiertüten um. Das ist auch verständlich, die braune Tüte sieht umweltfreundlicher aus und Papier erinnert einen an die Kindheit. Leider werden die meisten Papiertüten aus Frischfaser hergestellt
Baum fällt, Soundeffekt Bass
und hinterlassen einen deutlich schlechteren Umweltabdruck bei nur einmaliger Benutzung.
Graph
Ein weiteres Problem: Die Tüte ist nicht besonders stabil. Möchte man ein paar Flaschen transportieren, läuft man ständig in der Gefahr, dass die Tüte reißt. Ganz zu Schweigen von den Folgen, sollte eine Fasche in der Tüte kaputt gehen.
Tüte durchboxen, reißen, Sound reißendes Papier, durchnäßte Tüte
Also doch lieber der gute Baumwollbeutel? Die ältere Generation nutzt sie doch so viel, also muss er gut sein.
Jein, es stimmt, dass der Baumwollbeutel deutlich länger haltbar ist als die vorher genannten Konkurenten und ein großer Vorteil ist, dass er einfach zu waschen ist. Das Problem ist, dass der Umweltabdruch so katastrophal ist, dass man einen Beutel ?????? Mal benutzen müsste, damit diese Differenz wieder wett gemacht wird.
Graph Oekobilanz s.11
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: wenn ja offensichtlich keiner der Beutel "gut" und "richtig" ist, womit soll man denn einkaufen?
Gerade jetzt, wo die wenigsten Leute nach der Arbeit oder der Hochschule einkaufen gehen, sondern nur zum Einkaufen aus dem Haus gehen, gilt die Devise: Taschen von zuhause mitnehmen.
Sei es der Rucksack, Fahrradtaschen, einen Einkaufskorb oder Einkaufstrolley, der so genannte Hackenporasche.
Hier ist die Baumwolltasche auch zu empfehlen, wenn es immer die gleiche ist. Sie lässt sich klein verstauen und ist eine gute "Erweiterung", falls der Rucksack platztechnisch mal nicht reicht.
Un wenn man doch mal eine Tasche vergessen hat?
Mit ein bisschen Umpacken findet sich in den Supermarktregal immer ein Karton, der sich sehr gut dafür eignet den Einkauf nach Hause zu transportieren. Der Vorteil ist: der Supermarkt bekommt seine Ware in diesen Kartons angeliefert und danach werden sie entsorgt. Man verschafft ihnen also etwas mehr Nutzen und kann mit ihm noch seinen eigenen Papiermüll leichter entsorgen.
Wenn aber doch nichts mehr hilft und definitiv ein Tüte für den Transport extra benötigt wird, sollte die Wahl auf die Recyclingplastiktüte mit dem blauen Engel fallen.
bild blauer Engel
Und auch für die gilt dann: nicht nach dem Einkauf direkt entsorgen, sondern weiterverwenden und sei es nur als Mülltütenersatz.
Pfandsysteme???
Stadtradkorbsystem