¶“Was wäre, wenn wir uns demokratisch dafür entscheiden würden, dass Milliardäre Menschenrechte verlieren? Was, wenn wir sie nicht als Mitmenschen behandeln, sondern sie als Ressource jagen? Schließlich sind sie eine sehr gesunde Nahrungsquelle und praktisch geworden, da sie die Klima-Apokalypse, die sie verursacht haben, unbeschadet überlebt haben.”
In einer Welt von Inflation und stetig wachsendem Fortschritt stellen sich die unteren Gesellschaftsschichten gemeinsam gegen herrschende Konzepte von Vermögen und Macht. Nach dem Eintritt des apokalyptischen Klimakollapses haben die Überlebenden eine stark umweltorientierte Demokratie gebildet, die einen starken kulturellen Fokus auf den Erhalt der Umwelt legt. Die “Superreichen”, welche die Apokalypse unbeschadet in ihren Bunkern überstanden haben, verfügten nun über die gesündeste Nahrungsquelle der Menschheit: sie selbst.
Um das eigene Überleben zu sichern und da anstelle des Kapitalismus nun der Schutz des Ökosystems oberste Priorität gewonnen hatte, entschied man sich dafür, den Milliardären all ihre Rechte zu entziehen und Jagd auf sie zu machen.
Aus der Idee heraus, ihre Körper möglichst nährstoffgewinnend zubereiten zu können und durch das Sammeln verschiedenster Rezepte entsprangen spezielle Kochbücher. Aufgrund des fortgeschrittenen Zerfalls vieler Fabriken wurden die wenigen existierenden Exemplare mühsam handschriftlich verfasst und stellen für die überlebende Gesellschaft ein wertvolles Mittel zum Erhalt der eigenen Gesundheit dar.
Nach der Gruppenfindung haben wir eine Vielzahl von Ideen gesammelt, uns aber für die überspitzte Vorstellung einer Gesellschaft entschieden, welche Milliardäre jagt und isst. Zum einen stach diese Prämisse auf belustigende Art heraus, zum anderen ergaben sich bei genaueren Überlegungen weitere Fragen, die sich sowohl mit logischen als auch ebenso übertriebenen Vorschlägen beantworten ließen. Insgesamt erlaubte uns das Szenario also große kreative Freiheit, ohne Gefahr zu laufen, mit jeder Idee den Bogen zu überspannen.
In den kommenden Wochen erarbeiteten wir uns mithilfe der gestellten Aufgaben die ersten Konzepte eines Artefaktes. In diesem Prozess haben sich alle Mitglieder gleichermaßen eingebracht, da wir uns in unseren Vorschlägen oftmals ergänzen konnten.
Mit der fertigen Idee des Kochbuchs haben wir die Arbeit daran je nach bevorzugten Fähigkeiten aufgeteilt. Der Fortschritt wurde nebenbei ständig abgeglichen, wodurch einzelne Aspekte wiederholt aneinander angepasst wurden.
In dieser Zeit haben wir unser bisheriges Wissen über Stile, Komposition und Farblehre versucht anzuwenden und es zudem erweitert.
Lange konnten wir uns konkrete Fragen bezüglich der Welt in unserem Szenario nicht beantworten
Der genaue Stil hat sich über die Wochen mehrfach geändert, da sich die positive Grundstimmung der Gesellschaft auch in unserem Artefakt spiegeln sollte
Ergänzend zu dem Kochbuch möchten wir ebenfalls eines der Rezepte zur besseren Anschauung beispielhaft für die Präsentation vorbereiten
Gemeinsames Brainstorming und die Priorisierung einzelner Ideen
Sinnvolle Verteilung von Aufgaben nach individuellen Skills
Unser Artefakt befand sich über den gesamten Entwicklungszeitraum in keinem festen Zustand (Konzepte wurden ständig umgewandelt oder verworfen, bis wir zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen sind