
| Name | Matrikelnummer | Verantwortlichkeit | Studiengang |
| Jan | 2729316 | Programmieren, Sounddesign | Medientechnik |
| Alenja | 2735704 | Artwork, Dialoge | Medientechnik |
In unserem Spiel “Hearbreakout” müssen die Spieler*innen durch eine unbekannte Umgebung navigieren und mit verschiedenen Charakteren interagieren, um der Hauptfigur zu helfen, Vertrauen in andere Menschen zurückzugewinnen. Zu Beginn des Spiels wird eine Trennungsgeschichte zwischen zwei männlich gelesenen Personen erzählt. Außerdem wird gezeigt, wie die Person, die verlassen wurde, sich zusammenkauert und Stück für Stück kleiner wird. Damit wollten wir zeigen, dass die Trauer, die frisch getrennte Personen empfinden, oft dazu führt, dass die Personen sich alleine und isoliert fühlen. Selbst vertraute Umgebungen können sich fremd anfühlen. Den LGBTQIA+- Bezug stellen wir her, indem wir eine homosexuelle Beziehung erzählen.
Nach einer schmerzhaften Trennung zieht sich die Hauptfigur in sich zurück und versinkt in Trauer. Als die Figur zusammengekauert in einer Ecke sitzt führen rätselhafte Umstände dazu, dass sie schrumpft und in einer Welt erwacht, wo die eigene Wohnung ein riesiger, fremder Ort ist und Gegenstände zum Leben erwachen. In diesem emotionalen Abenteuer musst du Vertrauen neu lernen, emotional wachsen und deinen Weg zurück zur Normalgröße finden. Auf dem Weg triffst du auf einige Charaktere, die dir mit aufbauenden Worten und Ratschlägen weiterhelfen.
Ein entspanntes Game, in dem man durch Kommunikation Vertrauen in andere Personen neu lernt und die Härte einer Trennung übersteht.
Bewegen → Erkunden → Interagieren
Die erste Idee war es, Dialoge nur zum Teil per Text darzustellen und den Rest als rhythmusbasierten Kampf ablaufen zu lassen. Je nachdem, wie weit man gekommen wäre, sollte man mit verschiedenen Patterns konfrontiert werden (z.B. bloßes Ausweichen, Zurückschlagen von Bullets, Halten von Bullets). Die Fähigkeit, schwere Angriffe überstehen zu können sollte dann als Art “character growth" dargestellt werden. Das Grundgerüst dieses Systems wurde bereits entwickelt (s. GIF unten) und ein so integriert, dass man für die Patterns ein einfaches MIDI-File in einer DAW schreiben kann, dass dann in-game gelesen wird. Aus Zeitgründen haben wir uns dann allerdings dagegen entschieden. Außerdem hätten solche Kämpfe mit wahrscheinlich dann eher rhythmischer Musik nicht viel zur Stimmung beigetragen.
Bis zum ersten Playtest:
Bis zum zweiten Playtest:
| Jan | Alenja | |
|---|---|---|
| erste Game Idee | 25 | 15 |
| Programmieren | 51 | - |
| Area Design | 10 | - |
| Dialoge | 9 | 11 |
| Sprites | 13 | 8 |
| Musik | 20 | - |
| Charakter Design | - | 25 |
| Anfangsszene | - | 13 |
| Endszene | - | 9 |
| Animationen | 4 | 10 |
| Orga / anderes | 7 | 5 |
| gesamt | 139 | 96 |
Die Aufteilung der Aufgaben hat gut gepasst, da wir so beide in dem Bereich arbeiten konnten, der uns besser liegt. Wir haben uns außerdem gegenseitig regelmäßige Updates über den Arbeitsstand gegeben, wodurch zu jedem Zeitpunkt für jeden klar war was als Nächstes zu tun ist. Die Updates haben es auch ermöglicht frühzeitig Feedback zu geben, falls etwas angepasst werden musste.
Der Input der Tutoren war teilweise auch sehr hilfreich, da wir viele Projektmanagement-Strategien (wie zum Beispiel eine MOSCOW) noch nicht kannten.
Das Zeichnen von Pixel-Art ging auch besser von der Hand als erwartet, obwohl auch dort keine große Vorerfahrung vorhanden war. Außerdem war das Lernen von Godot und GDScript zwar zeitaufwendig, aber dank vieler guter Tutorials leichter als erwartet.
Grundsätzlich hat die Arbeit im Team gut funktioniert, aber es wäre trotzdem sehr hilfreich gewesen entweder ein größeres Team oder mehr Zeit für das Projekt zu haben. So konnten wir leider viele Sachen nicht mehr umsetzen oder verbessern, die wir gerne noch angepasst hätten. Außerdem hätte es vermutlich geholfen mehr kleine Ziele zu setzen anstelle von weniger, aber dafür umfangreicheren Meilensteinen.
Es war eine sehr coole Erfahrung den Prozess für die Entwicklung eines Spiels zu durchlaufen und wir haben viel neues dazu gelernt. Alenja, die bisher wenig mit Games am Hut hatte, konnte einen kleinen Einblick in diese Welt erhaschen und Jan konnte seinen Traum erfüllen, endlich mal ein Spiel zu kreieren und dafür (zum Teil) Musik zu komponieren. Das Einarbeiten in den technischen Teil dieser Aufgabe hat viel Zeit gekostet, aber hat sich umso mehr gelohnt. Das kreieren von Artwork war aber mindestens genau so aufwendig. Mit einigen Szenen / Räumen / Areas sind wir zwar designtechnisch nicht ganz zufrieden, aber der jetzige Build zeigt einen guten Zwischenstand. Dass man das Spiel von vorne bis hinten durchspielen kann, freut uns besonders, obwohl das Gameplay nicht sehr komplex ist und das Spiel streckenweise leer wirkt. Deswegen würde ein Teil unserer Gruppe die Punkte unter “Wie würden wir weitermachen, sollten wir weiterentwickeln?” gerne noch abhandeln.
Der Bezug zum Thema LGBTQAI+ hat eine neue Perspektive auf Gaming geworfen und die Research-Beiträge haben geholfen, die weite Welt der Unterhaltungsmedien unter gesellschaftlichem Blickwinkel zu überdenken.
Für mich (Jan) war der Kurs von besonderem Wert, da ich persönlich wenig queere Bekannte habe - ich konnte also viel lernen. Während mich die Entwicklung des Games in meinen technischen Skills verbessert hat, haben das Schreiben und Lesen der Research-Beiträge, sowie die Diskussionen im Kurs in meiner eher gleichgültigen, aber trotzdem positiv gehaltenen Position zu Queerness in eine eher aktiv-positive Position zu drängen. Die Arbeit hier hat sehr geholfen.
Ich (Alenja) konnte in diesem Kurs vor allem viel neues über Videospiele und deren Entwicklung lernen. Ich spiele in meiner Freizeit so gut wie keine Videospiele und konnte deswegen teilweise nur wenig zu Diskussionen im Kurs beitragen. Allerdings fand ich es sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich teilweise die Übermittlung von Informationen und die Erzeugung von Emotionen umgesetzt werden kann als vergleichsweise in Filmen oder Büchern. Obwohl ich durch meinen Freundes und Bekanntenkreise eigentlich sehr regelmäßigen Kontakt mit dem Thema LGBTQIA+ habe, habe ich in diesem Kurs trotzdem noch mehr dazu lernen können, wie man das Thema respektvoll und sensibel behandelt und thematisiert.
Insgesamt war die Entwicklung des Spiels und die Arbeit im zwar eine der zeitaufwendigsten Aufgaben unserer Studienlaufbahn - man nimmt aber umso mehr mit.